Die italienische Polizei hatte bereits seit längerer Zeit die beiden Ratingagenturen Standard & Poor`s und Moody`s im Auge behalten. Jetzt geriet mit Fitch auch die dritte große und bekannte US-Ratingagentur in das Visier der italienischen Ermittler. Die italienische Steuerpolizei durchsuchte die Niederlassung der Agentur Fitch in Mailand.
Ausgelöst wurde diese Aktion durch mehrere Herabstufung italienischer Banken und Italiens selber. Diese negativen Bewertungen werden als unbegründet und unvorsichtig angesehen. Diese Bewertungen schaden der angespannten italienischen Finanzwirtschaft zusätzlich und helfen in keiner Weise die Lage zu entspannen. Es besteht der Verdacht, dass es sich um Marktmanipulationen oder Missbrauch handelt und dies würde bedeuten, dass eventuell jemand davon profitiert.
Durch die Beurteilungen der Ratingagenturen gab es gravierende Einbrüche auf dem Aktienmarkt und ebenso bei den italienischen Staatsanleihen. Dies kostete nur zusätzlich Geld. Seit 2010 gibt es die Möglich diese allmächtigen Ratingagenturen schärfer zu kontrollieren. Italien macht mit diesen Aktionen nun davon Gebrauch.
Zwei Verbraucherverbände hatten diese Prüfungen in die Wege geleitet. Sie hatten sich nachdrücklich über die Auswirkungen der Berichte der Ratingagenturen auf die Aktienkurse beschwert. In Mailand und Rom hatten die zuständigen Staatsanwaltschaften diese Beschwerden abgewiesen.

