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Rekordemission für Ölkonzern Petrobras

Erdöl 05 Nov 2010

Petroleo Brasilieiro, Brasiliens Ölgesellschaft, hat die bisher größte Aktienemission der Geschichte geschafft und in etwa 70 Milliarden Dollar eingenommen. Davon sollen vor allen Dingen Erschließungen von Off-Shore-Ölreserven und der Bau von neuen Raffinerien finanziert werden.

Der bisherige Rekord des japanischen Unternehmens NTT, das beim Börsengang 1987 etwa 37 Milliarden Doller gemacht hatte, ist damit mit der mehr als doppelt so hohen Ertragssumme deutlich eingestellt worden.

Staat profitiert von Erfolg
Brasiliens Staatschef Luiz Inacio Lula da Silva feierte den fantastischen Erfolg des staatlich kontrollierten Erfolgs ausgelassen und betonte, wie ihn zu Anfang seiner Amtszeit die Kapitalisten noch als „Kapitalistenfresser“ gefürchtet hatten. Spätestens mit der größten Kapitalerhöhung der Geschichte des Kapitalismus sollten diese Vorwürfe ad acta gelegt werden.

Lediglich die Brasilianische Regierung sowie andere Staatliche Einrichtungen übernehmen Aktien im Wert von 75 Millionen Real. Der Gesamtanteil des Staates am Kapital des Konzerns wird damit auf 48 Prozent gehoben. Durch so genannte Pre-sal-Gebiete, die vor der brasilianischen Atlantikküste gefunden werden, möchte Petrobras die Produktion, auf die nächsten zehn Jahre gesehen, verdoppeln und damit zu einem der mächtigsten Ölförderer der Welt werden.

Weitere Verschuldung
Allerdings ist der Konzern nach wie vor verschuldet. Die Verschuldung hat sich in den letzten drei Jahren sogar verdreifacht. Die Kapitalerhöhung war deswegen erforderlich, da Petrobras bei noch höheren Schulden keine gute Kreditwürdigkeitsbewertung mehr erhalten hätte.

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Hannes Jüttich

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