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Von der Leyen diskutiert über Rentenzuschuss

Wirtschaft 12 Dez 2011

Der Vorstoß der Arbeitsministerin, die Renten mancher Bedürftiger auf 850€ aufzustocken, sorgt für Widerstand. Herbert Rische, der Chef der deutschen Rentenversicherung, argumentiert, dass Ursula von der Leyens Modell nicht ausreichend finanziert ist und die partielle Nutzung von Beitragsgeldern das Umlageprinzip aushebeln würde.

Die Ministerin geht allgemein davon aus, dass vor allem Frauen in schlechten Berufen als Empfänger in Frage kämen. Auch in diesem Fall sind die Vertreter der gesetzlichen Versicherung anderer Ansicht und bezeichnen Selbstständige und Menschen mit langjährigen Berufspausen als größeres quantitatives Problem bezüglich der Altersarmut.

Verbal sind die Fronten ebenfalls verhärtet. Während von der Leyen der Versicherung rät, den “Wandel der Arbeitswelt”, zur Kenntnis zu nehmen, bezeichnet Rische den Vorschlag als “Fremdkörper im Rentensystem” und weist auf den zusätzlichen Verwaltungsaufwand hin.

Van der Leyens Ansatz würde allerdings auch im besten Fall nur einen Teil der Mindestrenten betreffen. Die Kriterien für den Zuschuss setzen unter anderem voraus, dass der Bezieher 30 Jahre lang gearbeitet hat und über eine zusätzliche private Pensionsvorsorge verfügt. Zusätzliche Beratungsrunden an Dienstag den 13. und Mittwoch den 14. Dezember sollen die Wogen glätten und einen Kompromiss ermöglichen. Laut dem Arbeitsministerium würde die neue Regelung ohnehin nicht vor 2013 in Kraft treten.

Quelle: Reuters, Bildquelle: Wikipedia

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Hannes Jüttich

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